Nuklearmedizin Hamburg Wandsbek
Diagnostik  Szintigraphie

Wächter-Lymphknoten-Szintigraphie

Mit der Wächter-Lymphknoten-Szintigraphie werden vor einer geplanten Operation die relevanten Lymphknoten ("Wächter" einer Lymphbahn) sichtbar gemacht.

Als Teil des Abwehrsystems des Körpers findet man tausende von Lymphknoten, die durch Lymphbahnen miteinander verbunden sind. Die Lymphknoten sind dabei wie ein Sieb aufgebaut, in dem Partikel einer bestimmten Grösse aus dem Lymphstrom gefiltert werden.

Bei einer Tumorerkrankung können sich im ungünstigen Fall Tumorzellen lösen und mit dem Lymphstrom mitschwimmen. Auch diese werden in dem ersten Lymphknoten, den sie erreichen, gefiltert und bleiben in dem Lymphknoten liegen. So kann es in diesem Lymphknoten zu einer ersten Metastase des Tumors kommen. Dieser erste Lympknoten im Verlauf einer Lymphbahn vom Tumor aus gesehen wird Wächter-Lymphknoten oder "Sentinel" genannt. Um eine Streuung von Tumorerkrankungen so sicher wie möglich auszuschliessen, ist es wichtig, diesen Wächterlymphknoten zu entfernen und sehr genau unter dem Mikroskop zu untersuchen. Meist kommen aber sehr viele Lymphknoten als Wächter in Frage. Mit der Wächter-Lymphknoten-Szintigraphie kann der Wächterlymphknoten sichtbar gemacht und für eine Entnahme markiert werden.

Ablauf der Untersuchung

Zu Beginn der Untersuchung wird eine kleine Menge einer radioaktiven Substanz (Technetium) an kleinste Eiweißpartikel gekoppelt, die eine ähnliche Größe haben, wie eine Tumorzelle. Diese Flüssigkeit (ca 1 ml) wird mit einer feinen Nadel in bzw. unter die Haut z.B. der Brust injiziert (bei Brusttumoren). Je nach Lage des Tumors ist die Injektionstechnik etwas unterschiedlich. Nach einer kurzen Wartezeit werden dann Aufnahmen mit der Gammakamera angefertigt. Wenn eine Anreicherung des Markerstoffes in dem Lymphknoten sichtbar ist, wird dieser von aussen auf der Haut markiert und szintigraphische Bilder des Lymphknotens angeferigt. Zusätzlich wird eine dreidimensionale Darstellung (SPECT) -in diesem Falle- des Brustkorbes zur besseren Nachweisbarkeit auch versteckt liegender Lymphknoten vorgenommen.

Falls der Lymphstrom sehr langsam ist oder z.B. durch Voroperationen behindert wird, kann die Wartezeit länger sein, bis eine Markierung des Lymphknotens möglich ist. In sehr seltenen Fällen ist keine Markierung möglich.

Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie

Mit dieser Methode lassen sich spezifische Tumore sichtbar machen, auf deren Oberfläche Somatostatin-Rezeptoren nachweisbar sind. Die Untersuchung dient auch zu einer evtl. Therapieplanung.

Somatostatin ist ein Hormon, dass in der Regulation des Verdauungstraktes durch die Sekretionshemmung vieler gastrointestinaler Hormone eine entscheidende Rolle spielt. Es wird hauptsächlich im Dünndarm und im endokrinen Pankreas (D-Zellen der Langerhans-Inseln) gebildet. Um seine Wirkung auszuprägen, muss es an entsprechende Somatostatin-Rezeptoren in den Zielorganen binden. Liegt eine bestimmte Art von Tumoren in diesen Organen vor („neuroendokrine Tumore“), ist die Dichte der Somatostatin-Rezeptoren in den Tumoren meistens erhöht. Diese Eigenschaft macht sich die Nuklearmedizin zunutze, indem sie durch Gabe eines Radiopharmakons, welches ebenfalls an die Somatostatin-Rezeptoren binden kann, den Tumor nachweisen kann. Bei dieser Substanz (Octreotide) handelt es sich also um einen sog. Somatostatin-Rezeptor-Agonisten, der mit dem radioaktiven Stoff (Tc99m) gekoppelt ist.

Die häufigste Indikation stellt der Verdacht auf ein Karzinoid dar, aber auch andere neuroendokrine Tumoren des Darms bzw. des Pankreas können festgestellt werden (z.B. Gastrinom, VIPom, Insulinom).

Ablauf der Untersuchung

Zu Beginn wird eine geringe Menge des radioaktiven Stoffes in die Armvene injiziert. Aufnahmen mit der Kamera werden nach 4 und nach 24 Stunden angefertigt. Bei besonderen Fragestellungen ist eine weitere Aufnahme nach 48 Stunden notwendig.

Zusätzlich wird eine besonders genaue Schichtaufnahme von einzelnen Körperbereichen angefertigt, mit der man eine dreidimensionale Ansicht der Verteilung berechnen kann. (SPECT)

Nebennieren-Szintigraphie

Die Nebennieren sitzen jeweils am oberen Pol der rechten und linken Niere und bestehen aus zwei unterschiedlichen Anteilen, dem Nebennierenmark und der Nebennierenrinde. Das Nebennierenmark produziert die Streßhormone Adrenalin und Noradrenalin, die Nebennierenrinde die sogenannten Kortikoide (Kortison ...), die auch für den Stoffwechsel, den Wasser- und den Salzhaushalt mitverantwortlich sind. Stellt der Arzt anhand von körperlichen Zeichen oder durch eine Laboruntersuchung fest, daß eine Überfunktion der Nebennieren vorliegt, kann die Nebennierenszintigraphie hilfreich sein, den Ursprungsort der vermehrten Hormonproduktion zu orten. Solche hormonaktiven "Herde" kommen nicht nur in den Nebennieren selbst vor, sondern können auch aus Absiedlungen im Bauch und Brustraum herrühren.

Nebennierenmarkszintigraphie

Die Nebennieren sitzen jeweils am oberen Pol der rechten und linken Niere und bestehen aus zwei unterschiedlichen Anteilen, dem Nebennierenmark und der Nebennierenrinde. Das Nebennierenmark produziert die Streßhormone Adrenalin und Noradrenalin, die Nebennierenrinde die sogenannten Kortikoide (Kortison ...), die auch für den Stoffwechsel, den Wasser- und den Salzhaushalt mitverantwortlich sind. Stellt der Arzt anhand von körperlichen Zeichen oder durch eine Laboruntersuchung fest, daß eine Überfunktion der Nebennieren vorliegt, kann die Nebennierenszintigraphie hilfreich sein, den Ursprungsort der vermehrten Hormonproduktion zu orten. Solche hormonaktiven "Herde" kommen nicht nur in den Nebennieren selbst vor, sondern können auch aus Absiedlungen im Bauch und Brustraum herrühren.

Bei der Nebennierenmarkszintigraphie wird eine schwach radioaktive Menge Jod-123-markiertes MIBG intravenös appliziert und im Regelfall wird nach 4 und 24 h eine Szintigraphie angefertigt. Es wird nach Orten gefahndet, die sich mit zunehmender Zeitdauer intensiver darstellen. Eventuell ist eine weitere Aufnahme nach 48 Stunden erforderlich. Gelegentlich muß die beschleunigte Ausscheidung der radioaktiven Substanz über den Darm mit einem Abführmittel erreicht werden.

Nebennierenrindenszintigraphie

Bei der Nebennierenrindenszintigraphie wird eine schwach radioaktive Vorstufe der Nebennierenrindenhormone (Jod-131-Normethylcholesterol) in eine Vene gespritzt. Aufnahmen werden nach 3, 6 und 10 Tagen angefertigt. Die späten Aufnahmezeitpunkte rühren daher, daß die Nebennierenrinde einen langsamen Stoffwechsel aufweist. Bei der Nebennierenrindenszintigraphie kann es sein, daß einige Tage vorher zusätzlich Kortison-Tabletten eingenommen werden, um die "normale" körpereigene Kortisonproduktion zu unterdrücken, so daß nur krankhaft produzierendes Drüsengewebe in der Szintigraphie zur Darstellung kommt. Aus diesem Grund sollte der behandelnde Arzt bei der Anmeldung zur Nebennierenszintigraphie die Fragestellung und das Vorgehen mit unseren Nuklearmedizinern abstimmen. Die beiden für die Nebennierenszintigraphie angewendeten radioaktiven Substanzen enthalten eine geringe Menge freien radioaktiven Jods. Dieses freie Jod könnte von der Schilddrüse aufgenommen werden, was jedoch unerwünscht ist. Daher wird bei allen Nebennierenuntersuchungen eine sogenannte "Schilddrüsenblockade" mit Natriumperchlorat durchgeführt. Dazu bekommt der Patient ein Fläschchen Natriumperchlorat (Irenat-Tropfen) mit nach Hause. Die übliche Dosierung beträgt am ersten Tag morgens 40, mittags 20, abends 20 Tropfen und an den übrigen Tagen jeweils morgens, mittags und abends 20 Tropfen. Am ersten Tag der Untersuchung wird Ihnen gesagt, wie lange Sie diese Tropfen einnehmen sollen.

Dopamintransporter-Szintigraphie

Mit der Dopamintransporter-Szintigraphie kann eine Parkinson-Erkrankung sehr frühzeitig sichtbar gemacht werden.

spect mit dreidimensionaler Darstellung

Der Untergang von Nervenzellen im Mittelhirn ist die Hauptursache für die Parkinsonerkrankung. Diese Nervenzellen senden beim gesunden Menschen sog. Nervenfasern (Axone) zum Streifenkörper (corpus striatum), wo die Übertragung ihrer Informationen über elektrochemische Kopplungen von der präsynaptischen Seite über einen mikroskopisch kleinen Spalt (Synapse) zur anderen, der postsynaptischen Seite, und somit zur nächsten Nervenzelle erfolgt. Unter dem Begriff „Parkinsonsyndrom“ fasst man eine Vielzahl von Stammganglienerkrankungen zusammen; so ist bekannt, dass bei diesen Krankheitsbildern die beschriebene Signalübertragung unterschiedlich ist:

  • beim Essentiellen Tremor sind weder post- noch präsynaptische Schädigungen zu finden,
  • bei Morbus Parkinson liegt vorwiegend eine präsynaptische Schädigung vor, bedingt durch den Zelluntergang in der Substantia nigra,
  • bei der Multisystematrophie sind Nervenzellen aus mehreren Bereichen der Stammganglien betroffen und es sind sowohl post- wie auch präsynaptische Schädigungen zu erkennen.

Aufgabe der Differentialdiagnostik ist es nun, eine gesicherte Diagnose zu erstellen, die es dem Neurologen ermöglicht, die am besten angepasste Therapie für das jeweilige Krankheitsbild auszuwählen.

Man unterscheidet hierbei zwei Verfahren der Szintigraphie:

  • DOPAMIN-TRANSPORTERSZINTIGRAPHIE 123 I-FP-CIT (DaTSCAN):
    Mittels eines Dopamin-Transporterliganden (DaTSCAN) kann die Dichte der Dopamin-Transporter im präsynaptischen Bereich bildhaft dargestellt werden; damit hat man die Möglichkeit, mit einer Wahrscheinlichkeit von 97% zwischen einer „organischen“ Schädigung (pathologischer Befund Morbus Parkinson) oder einem sog. essentiellen Tremor zu unterscheiden,

  • DOPAMIN-D2-REZEPTORSZINTIGRAPHIE 123 I-IBZM (IBZM):
    Mittels eines entsprechenden radioaktiven Liganden (IBZM) kann die Dichte der Dopamin-Rezeptoren an der postsynaptischen Membran bildhaft dargestellt und damit unterschieden werden, ob ein Morbus Parkinson oder eine Multisystematrophie vorliegt

Somit werden beide nuklearmedizinischen Methoden bei unklarer neurologischer Symptomatik nacheinander angewendet:
Zuerst die DaTSCAN-Szintigraphie zwecks Differenzierung zwischen essentiellem Tremor und Morbus Parkinson, und dann, bei einem pathologischen DaTSCAN-Befund wird die Szintigraphie mit IBZM eingesetzt, um zwischen Morbus Parkinson und Multisystematrophie zu unterscheiden.

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